Ehrlich. Natürlich. Gut.

river nordic design saarbrücken

Es weihnachtet sehr. Deshalb bin ich froh, dass Sabine André mir etwas von ihrer kostbaren Zeit schenkt, damit ich mir ein Bild von diesem wunderbaren Fachgeschäft für nordisches Design machen kann. Denn, dass man hier nicht nur Skandinavisches, sondern auch Produkte aus anderen nördlichen Gefilden, wie England oder dem Baltikum, bekommt, darauf legt sie Wert. Obwohl, wer denkt bei Design nicht recht zügig an Skandinavien? Nur ein paar Meter vom Saarbrücker Beethoven-Platz entfernt, liegt es charmant in einer kleinen Straße, abseits vom Trubel des Mainstreams. Das river NORDIC DESIGN. Jetzt, zur Weihnachtszeit, festlich beleuchtet. Mit unseren Nasen kleben wir schon fasziniert an den üppig dekorierten Schaufenstern: Sieh mal da! Und schau mal hier!!! Und vips! stehen wir drin.

Das Klare, Einfache hat es ihr angetan. Ihre Begeisterung dafür gibt sie weiter. Beeindruckend auch ihre berufliche Vita: Diplom-Ingenieurin, Architektin, Betriebswirtin für Möbelhandel, Schreinerin. Im Oktober 2018 hat Sabine André river NORDIC DESIGN eröffnet. Seit sie mit 19 eine Segeltörn zum Skagerak unternahm, liebt sie den zeit- und schnörkellosen Stil des Nordens, ist zur gefragten Expertin geworden.

Das Wasser, die Städte, das Klima. Schon die Mutter hatte im renommierten Saarbrücker Einrichtungshaus River eine kleine Ecke für skandinavische Designprodukte reserviert. Das farbenfrohe finnische Label Marimekko, zauber- und sagenhaftes Porzellan von Ittala, das direkt aus der finnischen Märchenwelt entsprungen scheint, die mattschwarzen, stilisierten Kerzenhalter des schwedischen Designduos Bengt & Lotta: Das Who is Who nordischen Designs gibt sich nun – in bester Familientradition – auch bei der Tochter die Ehre.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Unterkühlter Design-Tempel geht anders. In diesem Unternehmen steckt Herzblut. Und so können wir gar nicht anders als begeistert zwischen den ganzen Herrlichkeiten umher zu taumeln. Für einen geplant viertelstündigen Besuch sollte man gut und gerne das Zwei- bis Dreifache einplanen. Es gibt viel zu entdecken. Ich treffe alte Bekannte: Das Holzäffchen von Kay Bojesen , den knallroten Hoptimisten, der zu meinem Neidwesen nur auf dem Schreibtisch meiner Schwester wippte, die ebenfalls leuchtend rote Kaffeekanne Stelton EM 77, die typischen Pferdchen aus Dalarna, rot, rot, rot! Lottas und Bengts gusseiserne Elche, zierliche Änglaspel von Pluto, Engelsspiele, zu Deutsch: Drehlichter aus goldglänzendem Metall. Ich flattere zwischen flauschigen Decken, knotigen Kissen, glitzerndem Glas, schwedischem Leinen, Wichteln, Rentieren und natürlich Designermöbeln umher, weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Ist alles so schön geschmackvoll hier. Oh, eine Lucia-Gruppe samt Stjärngossar, Sternenjungs – allerliebst! Tjusigt! Da hinten flattern meine Freunde, haben schon ein Geschenk für eine andere liebe Freundin. Ach, warum habe nicht ich Geburtstag…?

Ob sie denn nicht ständig versucht sei, ihr Zuhause umzugestalten, bei so vielen Schätzen, frage ich Frau André. Eigentlich nicht, meint sie, sie setze eher auf Nachhaltigkeit. Man sehe sich eben nicht satt an diesen Klassikern, die teilweise schon aus den Fünfzigern und Sechzigern stammten, und immer noch aktuell seien. In ihrer Leichtigkeit, Einfachheit. Bevorzugt aus Naturmaterialien. „Was der Wald so hergibt.“ Man denke nur an die String Regale, mit denen sich immer wieder neue Wohnbilder erschaffen ließen. Der dänische Möbelhersteller Montana fällt ihr ein, geführt von der Familie Lassen, die neben Designklassikern wie die von Arne Jacobsen (dem Dänen mit der Pfeife. Das Ei, die Ameise, der Schwan!) modulare Regalsysteme herstellt. Freiheit und Kreativität statt starrer Schrankwand. Ganz nach dem Wahlspruch des Firmengründers Peter Lassen: „Voraussetzung für gutes Design ist Ehrlichkeit und Respekt.“

Nachhaltigkeit – auch so ein Thema, das Sabine André wichtig ist. Keine langen Transportwege. „Viele Hersteller lassen in ihren Herkunftsländern fertigen.“ Ob sie nicht doch versucht sei,… Nein. Sie sei ja ständig von schönen Dingen umgeben. Wichtig findet sie, dass die Produkte von guter Qualität seien. Dann hielten sie eben auch lange. „Ich kaufe nur ein, was mir selbst gefällt.“ Und das tut sie tatsächlich höchstpersönlich. Stockholm, Oslo, Helsinki, die großen Messen, klar. Aber so hat sie auch die Möglichkeit kleinere, unbekanntere Designlabels zu entdecken. Gibt es eine Philosophie hinter dem Unternehmen? Ja, und auch die strahlt wohtuende Einfachheit aus: Eine angenehme Atmosphäre, ein angenehmes Gefühl möchte Sabine André mit ihrem Angebot schaffen. Nachhaltigkeit all über all: Als ich sie für ein kleines Interview gewinnen möchte, ist sie gerade mit dem Fahrrad unterwegs. Atemlos zu einem Geschäftstermin. Ob sie zurückrufen könne. Was soll ich sagen? Zum vereinbarten Termin klingelte mein Telefon.

„Haben Sie derzeit ein Lieblingsstück bei river NORDIC DESIGN , Frau André?“

„Ja, so einen Beistelltisch aus dem Baltikum. Ein Hühnchen.“ Sie erklärt´s mir: 2 Beine: Beine. 1 Bein: Schnabel. Klingt wie eine Gleichung, die aufgeht: Einfallsreich, witzig, verspielt. So neben den ganzen praktischen Modulen durchaus stimmig. Ich hab´s ja gesagt: Voll das Herzblut!

Und auch ich habe meinen Liebling gefunden: Das Tablett „Winterleben“ von Bengt & Lotta. Denke an Erich Kästners Drei Männer im Schnee, das nicht nur als Film sondern auch als Hörbuch unentbehrlich ist für eine wundervolle Adventszeit. Denke auch an die Zürcher Verlobung mit Christoph Waltz und der leider verstorbenen Lisa Martinek – ebenfalls ein literarisches Seelenwärmer-Remake eines Kassenschlagers aus den Fünfzigern mit – wem sonst? – Liselotte Pulver. Wenn man dann also, eingemummelt in eine warme Decke von Klippan, seinen Glögg und ein, zwei Stücke echten schwedischen Sockerkaka genießt, während auf dem Baltic Beistelltisch Tibu der Adventskranz leuchtet… dann könnte man fast glauben, dass draußen leise der Schnee rieselt!

Wer´s noch wärmer ums Herz mag: Bei river NORDIC DESIGN verkauft man nicht nur Kaffee, man schenkt ihn auch in gekonnt schaumiger Latte-Art aus. Dazu gibt es leckere Zimtschnecken. Natürlich nach original schwedischem Rezept!

Einen informativen Über- und Einblick findet ihr natürlich auf der Webseite des Unternehmens, aber auch bei Instagram. Lasst euch bezaubern. Frohe Weihnachten, God Jul, wünscht euch

Julclub_stina

Ich muss es halt hinschreiben: Dieser Artikel erfolgte unaufgefordert und unbezahlt.

Motiv von Bengt & Lotta: Tablett „Winterleben“

Designinteressiert? Dann könnten euch auch folgende Artikel auf meinem Blog gefallen:

Kurztrip nach Kopenhagen

Zu Besuch bei Dania in Trier

Zimtschneckeninteressiert? https://slidebearing.eu/julclub/?p=684

Dänische Natur-Kosmetik mit Suchtpotenzial

Kosmetik Raunsborg Skandinavien

Zuerst wollte ich meinen kleinen Artikel mit „Duften wie ein Wikinger/eine Wikingerin“ übertiteln. Aber: Wer weiß ob, wie und wie stark sie geduftet haben? Die BBC-Erfolgsserie „Vikings“ gibt Anlass zur Sorge, dass, trotz eines Überangebots an Wasser, Körperpflege eher zweitrangig war. Allein, wir werden es nie erfahren. Denke dabei auch an die täglichen Lebertran-Rationen meiner Jugend sowie das Einfetten meiner – mit Tierschutz völlig unvereinbaren – norwegischen Seehund-Stiefel und den damit einhergehenden Geruchsimpressionen in den Sechzigern samt Siebzigern. In bester Wikinger-Tradition, versteht sich. Brrr!

Doch halt: Denkt Skandinavien, denkt herbe Frische, Klarheit, Wildblumen, aromatische Kräuter, Quellwasser, Freiheit! Gibt es das auch in der Flasche? Ja, doch! Raunsborg Nordic heißt das dänische Label, das sich Natur, Nachhaltigkeit und einem Nein zu Tierversuchen verpflichtet hat, um im Familienunternehmen einzigartige Naturpflege für hon/han/hen herzustellen. Also schier für alle. Als ich vor einem Jahr in Kopenhagen weilte, habe ich das Programm entdeckt und bin restlos begeistert. Habe mir damals eine Bodylotion mit dem Duft von wildem Rhabarber gegönnt. Raunsborg überrascht mit einer Fülle ungeahnter, unerschnupperter Pflegeprodukte. Von Shampoo, über Deo bis Fußpeeling. Neben frischen Frauen-Parfums gibt es das Wikinger-Parfüm „793 – Year of Legends“ in Anlehnung an den Beginn der Wikinger-Ära, das ich jetzt für meinen Liebsten, der diesen Artikel hoffentlich nicht liest, bestellen werde. Aller Voraussicht nach müsste er dann maskulin und elegant duften, und, wenn ich an ihm schnuppere, zudem an „die Traditionen und den Lebensstil der Wikinger in der freien Natur erinner(n)“. „Die Kopfnote ist geprägt von dem Duft nach Zitrus, Rinde und frischen Kräutern. Die Basisnote besteht aus den Düften nach Leder und Gewürznelke.“ Das jedenfalls verspricht die Webseite des Unternehmens. Moshus-Ochse war gestern! Außerdem lockt eine Body-Lotion „Viking Repair“ (Was gibt´s denn da zu reparieren?! Die Überfälle der Wikinger sind ja nun zum Glück lange vorbei. Oder macht es Partner/Partnerinnen gar so rasend, dass Männer danach zur Generalinspektion in die Werkstatt müssen?). Wie dem auch sei: Wenn alles in gleicher Qualität duftet wie meine Bodylotion, dann wäre das ursprünglich, unaufdringlich und einfach wunderbar!

Wenn ihr also nach einem wirklich außergewöhnlichen skandinavischen Produkt sucht, vielleicht noch kein Weihnachtsgeschenk habt, seid ihr bei Raunsborg richtig. Außerdem ist das Design der Verpackungen zu schön zum Wegwerfen. Zugeschnitten, in einem Bilderrahmen, machen sie richtig was daher. Eine breite Produktpalette habe ich natürlich beim Hersteller selbst, aber auch hier gefunden.

Einen hervorragenden Einblick in die dänische Pflege- und Kosmetikserie gibt euch Beautylicious Living. Besser kann man´s nicht beschreiben.

Auf ein wildes, üppig duftendes Weihnachten!

Lest auch meinen Artikel über den Vorweihnachtsbesuch in Kopenhagen!

Tivoli Winter Kopenhagen
Besonders schön im Winter: Tivoli Kopenhagen
Tivoli Kopenhagen Winter
Alle Fotos wie immer von Julclub

Über allen Wipfeln

Einrichtung Loggia Balkon, julclub

Vom zugigen Balkon zum gemütlichen Kuschel-Nest

Frauen neigen bekanntlich zum Dekorieren. Männer auch. Und doch trifft man in einschlägigen Einrichtungs-Tempeln auf das immergleiche Bewegungsschema: Während die Frau mit wachsender Begeisterung ein paar hübsch drapierte Sofakissen in trendigem Petrol begutachtet, trabt ihr Mann verkniffen, die Hände auf dem Rücken verschränkt, hinterher. Habt ihr also kein ausgesucht deko-freundliches Ehe-Exemplar zuhause, dann geht lieber alleine auf Shoppingtour. Sonst habt ihr nachher lauter Merkwürdigkeiten im Kofferraum, die ihr nur gekauft habt, damit ihr nicht mit leeren Händen nach Hause kommt. Wir Frauen haben unsere Zeit ja auch nicht gestohlen. Und deshalb schreibe ich auch diesen Artikel. Um euch Zeit zu sparen, die ihr sonst mit nervtötender Internetrecherche vertun würdet. Da spielt ihr doch besser mit euren Kindern oder eurem Hund oder geht mit wem auch immer spazieren. Vielleicht habt ihr gerade nach diesen Möbeln, diesen Accessoires schon lange gesucht.

Anyway: Unser Balkon, unter einem spitzwinkeligen Dach, sollte vollverglast werden. Nachdem an unserem 20 Jahre alten Holzhaus der Zahn der Zeit kräftig genagt hatte. Kein billiger, kein DIY-Spaß. Nachdem die Fenster eingesetzt waren, nahm sich das Schweden-Rot, Falurött, gelinde gesagt drückend aus. Also pinselten wir den gesamten Dachraum deckend weiß. Vips, war alles schon viel heller und freundlicher. Eine steife Brise wehte durch die geöffneten Fenster… original wie am Meer. Maritim, so sollte es sein. Aber auch schnell umrüstbar auf kuschelige Kota in norwegisch schneeglitzernder Winter-Weihnachts-Wunderwelt. Wir befinden uns schließlich in den Vogesen. Hinsichtlich ersterer Impression schwebte mir allerdings keine blau-weiße Matrosen-Kulisse mit Anker & Co. auf den Kissen vor. Eher Marke „Strandspaziergang, sehr früh am Morgen, nebelig mit vereinzelten Sonnenstrahlen und Weiiiite“. Also: Sanfte, gedeckte Farben. Von Anthrazit über Grau zu Blau. Dazu cremiges Weiß. Metall. Holz. (Kunst-)Fell. Allein: Der Platz für Deko-Exzesse ist vergleichsweise klein: 520 x 120 cm. Jedoch: „Det var en världslig sak! Das stört keinen großen Geist!“, um es mit Astrid Lindgrens patentem Propeller-Proppen Karlsson vom Dach zu sagen.

Los ging´s mit dem Boden. Der ehemalige Balkonboden ruht jetzt auf zwei Stützen aus finnischem Stahl, damit sich die in den Giebel eingepasste Fensterkonstruktion problemlos hält. Diese bastanten Pfeiler sorgen dafür, dass wir mit unseren Teetassen in spe nicht auf der Terrasse landen und köstlichen Ostfriesen-Tee in der Walachei verteilen.

Als Bodenbelag fanden wir Keramikplatten zu schwer (Walachei!). Zum Glück gibt es derzeit wunderschöne Vinyl- bzw. Linoleum-Platten sowie Meterware, die leicht zu verlegen, lichtecht, umweltfreundlich (!?!) und strapazierfähig ist. Die Internet-Plattform Wayfair hat die größte und geschmackvollste Auswahl, während man im Baumarkt merkwürdige, altbackene Patchwork-Muster anbietet. Bei Wayfair gibt es übrigens auch Wanddekor-Fliesen vom Feinsten. Wir können es kaum noch erwarten den Boden zu legen. Aber unser Fensterbauer muss erst fertig werden. Ein türkisfarbenes Beistelltischchen aus Metall war bei Maison du Monde in Straßburg schnell gefunden. Unserer ersten Teestunde stand nichts im Weg. Der Ausblick: Überwältigend. Kaiserwetter. Bunte Waldeshöhen. Sonnenüberglänzt. Ganz schön warm so hinter Glas. Nachts wollten wir erst gar nicht wieder unseren Adlerhorst verlassen, so kuschelig in unsere – alten – Achtung! Kunstfell!-Decken gehüllt.

Darf´s ein bisschen wärmer sein?

Die Relax-Sessel: Ähäm, wie bekommt man die gewünschten Entspannungs-Helfer durch eine Luke von gerademal 70 cm, wenn man nicht so schlau war, die Sessel vor dem Einbau der Fenster durch die Balkontür zu schaffen? Gekippt, gedreht, mit viel Glück bis gar nicht. Die Hydraulik von Drehstühlen abschrauben? Keine gute Idee. Nachdem ich zahlreichen Möbelverkäufern beim Probesitzen/-liegen hatte zusehen dürfen, entschied ich mich schweren Herzens gegen Hightech-Sessel, die mich weltraummäßig in jede erdenkliche Position – Schwerelosigkeit – hätten beamen können und für mein Portemonnaie. Außerdem gibt es darunter tatsächlich Monstrositäten, die als Requisite für Apocalypse Now nicht weiter aufgefallen wären. Und weinroter Samt mit deutlichem Blaustich? Höchstens doch als Farbe für einen Schleudersitz. Außerdem meinte mein Mann, dass er für einen Sessel um die tausend Euro bereits ein gebrauchtes Motorrad bekomme. Da hat er vermutlich Recht. Aber sicher kein so bequemes. Die Auswahl an zeitlosen, bequemen, verstellbaren, designmäßigen, bezahlbaren, beigen, grauen, blauen Sesseln mit einer Breite bis zu 69 cm schrumpfte zusehends. Ich beschloss, aus der Not eine Tugend zu machen. Heißt es nicht Wintergarten? Genau, bei Gartenmöbeln wurde ich fündig. Sitz-/Liegeposition inklusive und so bequem, dass ein Kunde schrieb, seine Familie kämpfe jeden Tag darum, wer sich darin fläzen dürfe und daher bestelle er jetzt einen zweiten. Habe deshalb gleich und mutig auch zwei bestellt. Die Rede ist von Snooze von EMU, ein Designklassiker in Neuauflage aus den Achtzigern, in vielen Farbkombinationen erhältlich, zusammenklappbar, seinen Preis wert. Meine Freundin Lena sagt: „Billig gekauft ist zweimal gekauft.“ Stimmt. Obwohl ich ein lebendes Sparschwein bin, habe ich also diesmal zugeschlagen:

Hier habe ich auch noch superschöne Liegestühle wie aus meiner Kindheit gefunden. So Retro! Leider auch in puncto Bequemlichkeit. Trotzdem möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Man kann sie ja ansehen und ansonsten eine ungeliebte Tante darin platzieren:

Die zum Hütten- resp. Meeresfeeling passende Decke, aus Kunstfell samt Vorleger (ich bin ja Fast-Vegetarierin) in Blau oder Grau gibt es ebenfalls bei Maison du Monde, ein französisches Unternehmen, das auch nach Deutschland liefert bzw. dort Filialen betreibt. Hat man ein Teil gekauft, kann man sich mittels Webseite gleich zu weiteren Einkäufen inspirieren lassen. Shop the look heißt das auf Neudeutsch, hier am Beispiel einer gustavianisch inspirierten Chaiselongue (Runterscrollen!) und man möchte gleich seinen kompletten Einrichtungsstil ändern. Von Bohemian Style bis Nordische Sachlichkeit findet ihr hier alles.

Ein paar Tage später: Der Boden war noch nicht mal drin, da stieß ich bei Connox auf ein in Skandinavien sehr beliebtes Mobile: Schwäne des Nordens von Flensted. Zum fast halben Preis! Bin ich froh! Konnte ich somit doch endlich ein Kindheitstrauma bewältigen. Während ich ein ziemlich plumpes Enten-des-Nordens-Mobile von meinen Eltern geschenkt bekommen hatte, spähte ich neidisch auf die filigranen, schneeweißen Vögel, die meiner Schwester zugedacht worden war. Genau wie damals, als sie eine pummelige Puppe mit rotem Plastik-Regenmantel bekam und ich eine mit flaschengrünem, wäääh! Aber das ist eine andere Geschichte… Habe ihre mitsamt Regenmantel übrigens aus dem Fenster eines fahrenden Autos geworfen. Für eingefleischte Elsass-Fans gibt es das Mobile übrigens auch mit Störchen.

Damit das Nach-einem-langen-Spaziergang-im-Regen-am-Strand-eine-heiße-Tasse-Tee-Feeling komplett ist, brauch man einen Elektrokamin. Ich meine damit eigentlich einen kleinen Heizofen, bei dem man die visuelle Darbietung unabhängig von der Wärmefunktion einschalten kann. Visuell meint hier ein munteres Fake-Feuer, das dennoch ungemein herzerwärmend wirkt. Diese Öfen gibt´s kostengünstig in vielen Varianten. Unserer kommt von Klarstein. Sogar Industrial-Liebhaber können es so ein bisschen gemütlich haben.

Was ich mir noch wünsche:

Einen Beistelltisch aus Holz. Zu Metall muss Holz.

Zwei mysige – gemütliche – Teelichthalter wären nicht schlecht.

Noch 2, 3 Tage später: Der Boden ist verlegt. Connox und Klarstein haben geliefert. Die beiden Liegestühle „Snooze“ sehen, trotz Breite um die 62 cm, recht wuchtig aus. Aber modern und abgefahren. Darin zu sitzen ist ein Traum, auch für Großgewachsene, zumal die Armlehnen ebenfalls aus elastischem Material sind. Nichts drückt. Mit der Fuß-/Ablagebank lässt sich darin sogar ein Nickerchen halten. Oder im Schneidersitz lesen, z.B. Happy Ever After – Wo das Glück in Büchern wohnt von Jenny Colgan, ein amüsanter Roman über eine junge Bibliothekarin, die mit einer ungewöhnlichen Idee ihr Glück in den Highlands findet.

Viel Platz zu Wand bzw. Fenster ist bei uns jetzt nicht mehr. 60 cm. Die Metall-Konstruktion der Stühle ist massiv, trägt bis zu 120 kg. Also mich und einen Baby-Elefanten. Bin zufrieden, obwohl mein Mann meinen Stuhl immer zusammenklappt, damit er alleine die Aussicht genießen kann.

Habe zwei alte Gips-Fliegenpilze gefunden und platziert. Das sogenannte Tüpfelchen auf dem i. Wollte noch Hagebutten pflücken und in einer türkisfarbenen Vase dekorieren. Habe die Früchte aber den Vögeln gelassen. Bei Lidl habe ich – Achtung! – ein Kunstfell! für nur 9,99 Euro erstanden. Der ideale Schlafplatz für unser Dackelchen. Im Elektrokamin flackert ein munter Feuerlein, aber dat Ding iss laut. Schaltet sich ab, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist und wieder an. Da ich aber beim Geräusch von Motorsägen seit jeher friedlich schlafen kann, kein Problem…

Haben unseren ersten Wisky in unserem vor Wind und Wetter geschützten Ausguck genossen. Bin dreimal weggedöst. Genial!

Heiho, heiho, da bin ich wieder. Maison du Monde lässt sich etwas Zeit. Angeblich wegen meteorologisch ungünstiger Verhältnisse. Für das Kunstfell oder wie soll ich das verstehen? Draußen taucht die Sonne die bunten Farben der Blätter in überirdisch schönes Licht…Den Beistelltisch habe ich in Saarbrücken in einem Laden namens Wohnzimmer gefunden. Heftigst reduziert. Leider ist er zu groß für unsere Loggia. Und auch nicht aus Holz. Er hat seinen Platz im Schlafzimmer gefunden. Beim Spazierengehen haben wir gerade ein Retro-Wandregal vom Sperrmüll errettet. Es wartet noch auf seine zweite Chance. Übrigens: Wer reduziertes, klares, skandinavisches Design liebt, wird bei Connox fündig. Der kostenlose Katalog ist ein Quell diesbezüglicher Labels. Wie immer sind die Klassiker nicht billig. Aber träumen darf man… So, irgendwie hat das alles Geld gekostet. Aber was tut man nicht alles als echter Einrichtungs-Enthusiast. Seht nur, wie die weißen Schwäne im Gebläsestrom des Elektrokamins tanzen… Der orangefarbene Stern ist übrigens ein sogenannter Herrnhuter Weihnachtsstern. Ein wunderbarer Begleiter durch die Winterzeit. Genießt den Herbst

Eure Stina

Vorweihnachtlicher Trip nach Trier

Kurztrip nach Trier, Besuch bei Dania, scandinavian design, skandinavisch design, jul, weihnachten, julclub

Dania_Scandinavian_design_Trier

Unverhofft kommt oft…

Trier. Erde. Sternzeit: 10:45. Wir erreichen den Planeten Dania… Echte Skandinavienfans sollten keinesfalls einen Besuch bei dania – Scandinavian Design verpassen. Wer vom Hauptbahnhof Richtung Altstadt unterwegs ist, kommt unweigerlich an diesem Laden vorbei. So anders, so frisch, so klar und doch, gerade jetzt vor Weihnachten, so heimelig. Ob hippe Glaskugeln, die hungernden Vögeln Nahrung bieten, oder trendige Tischwäsche: Hier findet man Skandinavisches Design vom Feinsten: Kissen vom finnischen Designlabel Marimekko – ihr wisst schon – die mit den plakativen, leuchtend bunten Blüten, feinsinniges Geschirr von Ittala, das uns in die finnische Sagen- und Märchenwelt entführt, elegante Leuchten von Gubi, die durch ihre Schlichtheit überzeugen, handwerklich perfekte Küchenutensilien, unverwüstliche Salatbestecke aus Horn, leichtfüßige gusseiserne Pfannen, die tatsächlich die Hausarbeit erleichtern und dabei noch schön anzusehen sind. Kunst eben, die sich nützlich macht.

Dania, Scandinavian Design, Skandinavisches Design, Trier
Beherzt.

Den wunderbar schwebenden, congnacfarbenen Ledersessel von OX DENMARQ möchte ich am liebsten gleich mitnehmen. Fehlt nur noch der wärmende Tee – natürlich aus einer Mumintasse – die kuschlige Decke –  und kein Glühwein der Welt kann mich mehr auf den Weihnachtsmarkt locken. Wenn ich jetzt noch eins von den glutenfreien Lakritzbonbons aus Bornholm probieren könnte…

Dania Scandinavian Design, Skandinavisches Design, Trier, Marimekko
Marimekko aus Finnland

Überhaupt: Mumintroll-Tassen von Arabia – hat man einmal angefangen zu sammeln, fällt es schwer damit aufzuhören. Ach, da sind ja auch noch ein Mumintroll-Windspiel, und da vorne Mumintroll und Lilla My als Origami. Seit meiner Kindheit liebe ich die sagenhaften Figuren von Tove Jansson, einer finnlandschwedischen Autorin, die so wunderbar philosophische Kinderbücher auch für Erwachsene geschrieben hat.

Mumin, Mumintroll, Finnland, Dania Scandinavian design, skandinavisches Design, Trier
Alles von den Mumins

Neben den knuffigen Trollen, die ja immer ein wenig an pummelige Nilpferdchen erinnern, tummeln sich natürlich jede Menge rotbemützter Wichtel in den Regalen. Ja, auch der skandinavische Nisse resp. Tomte ist ein Designobjekt, hebt sich wohltuend vom üblichen, schnelllebigen Weihnachtstand ab. Ein Lächeln soll uns der Hoptimist auf´s Antlitz zaubern, dieser kleine Kerl auf der Spirale mit dem verschmitzten Grinsen. Irgendwo muss ich den doch auch noch haben – auf dem Speicher hoffentlich – wenn ihn nicht irgendein Troll in die ewigen Jagdgründe befördert hat. Z.B. mein Mann, der für lustige Staubfänger nicht wirklich viel übrig hat. Anyway. Muss zuhause unbedingt in Kisten und Kästen gründeln…

In der Weihnachtszeit gibt es natürlich dezente Papiersterne, dazu zierliche Glasanhänger ebenso wie die mittlerweile berühmten Snöbollar, Schneeball-Teelichthalter von Kosta Boda. Daneben Weihnachtsgläser und –flaschen für Hochprozentiges vom dänischen Hoflieferanten Holmegaard. Jedes Jahr gibt es ein neues, weihnachtliches Motiv, das mit feiner Hand auf´s Glas gemalt wird.Sessel_Dania_Skandinavian_design_Trier

Fühle mich tatsächlich ein bisschen wie in Kopenhagen. Ein bisschen heimisch. Ja, hier ist es „deilig“ – schön, wie Karina Sillesen vom Team Dania sagt. Eine wundervolle skandinavische Insel mitten im römisch-germanischen Trier. Freundlich, locker – dänisch eben. Der Kunde ist König (die Kundinnen natürlich auch), und so kümmert sich das vereinte Team um meinen Mann, der wissen möchte, welche der batteriebetriebenen Designerkerzen nun echter flackert. Er nun wieder!

Gudskelov – GottseiDank wohne ich nicht in Trier. Würde hier mindestens zweimal pro Monat auflaufen und meine Geldbörse erleichtern. Ein Laden mit Suchtcharakter. Inspirierend. Denke an eine häusliche Rundumerneuerung. Werde dezent ein paar Möbel umstellen, ein paar Dinge von den vollgestellten Schränken bzw. Regalen verschwinden lassen. Ich brauche Klarheit. Weite. Licht. Und trotzdem soll es hyggelig sein. Ich brauche ein bisschen Dania.

Wer sich übrigens für Skandinavisches Interieur und Lebensart interessiert, sollte den Blog von Matilda Röda hus besuchen. Hier findet ihr eine Menge Anregungen zum Thema.

Dania Scandinavian design, Skandinavisch, Trier, einkaufen
Einladend – Dania in Trier

Es regnete in Strömen, wir wollten ein wenig Wärme, raus aus den eigenen vier Wänden. Das war der eigentliche Grund, warum wir nach Trier fuhren. Mein Mann schlug die Villa Hügell vor. Nicht ganz billig, aber ein Volltreffer. So erholsam und wohltuend.

Villa Hügel, Trier
Verweilen

Die Jugendstil-Villa wurde 1914 von einer Weinhändlerfamilie erbaut, spätersogar als Kinderheim genutzt. Heute präsentiert sie sich angenehm verwinkelt, äußerst geschmackvoll renoviert und jetzt – zur Weihnachtszeit – aufwendig dekoriert. Klein aber fein, mit einem Wellnessbereich vom Feinsten, einem Hallenbad und einem sog. Skypool auf dem Dach.

Boutique-Hotel Villa Hügel nur 15 Gehminuten vom Trierer Hauptmarkt entfernt.
Boutique-Hotel Villa Hügel nur 15 Gehminuten vom Trierer Hauptmarkt entfernt.

Das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Wo bekommt man schon ein frisch zubereitetes Omelette mit Wacholderschinken? Die Speisekarte des Restaurants ist sorgfältig aufgestellt, mit saisonalen Köstlichkeiten aufgepeppt. Zur Teatime kann man Tee- und Kuchenspezialitäten genießen. Um die kleine Bar herum gibt es zwei zwanglose Lounges, in denen man sich gediegen auf das Essen vorbereiten oder einen Absacker nehmen kann. Das nächste Mal sitze ich hier im Cocktailkleid. Nicht im ausgeleierten T-Shirt. Versprochen.

Raucher können in einem kleinen Pavillon ihrer Passion frönen. Felle sorgen dafür, dass der Po auch bei Minusgraden warm bleibt.

Hotel Trier Villa Hügel Lounge
Völlig entspannt und losgelöst…

Das Personal ist äußerst hilfsbereit und freundlich. Etwas absolut Besonderes, dieses Hotel. Elegant und dennoch ungezwungen. Im Grunde hätte ich den ganzen Freitag und auch noch den Samstag hier verbringen können, so sehr hat es mir gefallen. Ein superschönes Kurzwochenende. Wir werden wiederkommen. Bis dahin wünsche ich euch

Frohe Weihnachten mit einer Wichtel-Tasse von Julclub
Frohe Weihnachten mit einer Wichtel-Tasse von Julclub

Eure Stina

Stockholmskakor – Feine schwedische Mürbeteigplätzchen. Ein Klassiker!

Schwedische Mürbeteigplätzchen Stockholmskaka

Eine schwedische Hausfrau, die etwas auf sich hielt, hatte stets sju sorters bakelser, sieben Sorten Gebäck, zuhause. Wenn Besuch kam, präsentierte man diese stolz auf einer großen Platte. Sieben mal sieben Plätzchen, nach Sorten sortiert in jeweils einer Reihe. Und wehe, man nahm sich von den leckeren Kokosrauten zwei oder gar drei… Die Augen größer als der Magen? Egal, ob die anderen noch was abbekommen? Das geht in Schweden auch heute noch gar nicht! Der Rest wurde eingefroren, beim nächsten Mal wieder in militärischer Ordnung dargeboten. Natürlich mit frischen Plätzchen aufgefüllt und so gedreht, dass man zuerst die alten nehmen musste… Unter den gestrengen Augen von Tante Maja. Von ihr stammt auch dieses köstliche Rezept für Stockholmskakor, Stockholmer Küchlein. Es ist super einfach und gelingt auch Anfängern garantiert. Die Maßeinheiten sind in Schweden mit dl (deciliter) angegeben. Dazu besorgt ihr euch am besten eine sog. måttknippa. Das ist dieses Ding aus weißem Plastik mit den 3 bis 4 unterschiedlich großen, löffelartigen Behältnissen an einem Ring. Bestimmt habt ihr es mal bei dem bekannten schwedischen Möbelhersteller entdeckt und vielleicht nicht gewusst, wozu es dient. Es ist äußerst praktisch und lässt euch jedes skandinavisches Rezept im Handumdrehen nachbacken.

Für den Teig (ergibt ca. 60 Stück):

  • 150 g Butter oder Margarine
  • 3/4 dl Zucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1 Eigelb
  • 3 1/2 dl Weizenmehl

Außerdem:

  • ca. 1/2 dl gemahlene Mandeln
  • 1 kleiner Klecks Preiselbeer- oder andere Marmelade für jedes Plätzchen
  • Etwas Puderzucker zum Bestäuben

So wird´s gemacht:

Für den Teig:  Verrühre die Butter/Margarine, den Zucker und den Vanillezucker miteinander. Füge das Eigelb und das Mehl hinzu. Verarbeite alles zu einem geschmeidigen Teig.

  • Forme aus dem Teig zwei Rollen, ca. 35 cm lang.
  • Rolle die Teigrollen in den gemahlenen Mandeln. Lass alles ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  • Heize den Ofen auf 175°C, Umluft, vor.
  • Schneide die Teigrollen in ca. 1 cm breite Scheiben. Leg sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. (Lasst 2 cm Platz dazwischen, sie gehen auf die 2 1/2-fache Größe auf!)
  • Drücke mit dem Mittelfinger in die Mitte der Plätzchen eine kleine Vertiefung. Befülle diese mit der Marmelade.
  • Backe die Plätzchen ca. 14 Minuten, bis sie sich goldgelb färben. Lass das Gebäck auf einem Kuchengitter auskühlen. Bestreue sie dann mit etwas Puderzucker. Zu Kaffee oder Tee servieren. Lecker!

Och nu på svenska:

Deg:

  • 150 g smör eller margarin
  • 3/4 dl strösocker
  • 2 tsk vaniljsocker
  • 1 äggula
  • 3 1/2 dl vetemjöl

Dessutom:

  • ca. 1/2 dl sötmandel (malen)
  • 1 liten klick hallon- eller annan sylt till varje Stockholmskaka
  • Lite florsocker

Gör så här:

  • Rör ihop smör/margarin, socker och vaniljsocker. Tillsätt äggulan och mjölet. Blanda ihop till en smidig deg. Forma degen till 2 rullar, ca. 35 cm långa.
  • Rulla rullarna i mandeln. Låt vila i kylskåp ca 30 minuter.
  • Sätt ugnen på 175°C.
  • Skär degen i knappt 1 cm tjocka skivor. Lägg dem på bakplåtspapper.
  • Gör en fördjupning mitt i kakorna. Fyll den med sylt.
  • Grädda kakorna mitt i ugnen ca. 14 minuter tills de fått svagt guldgul färg. Låt kakorna svalna på galler. Strö över lite florsocker. Servera till kaffe eller te.

Mums!

Stina

 

 

Die neuen Wichteltassen von Julclub sind da. Gebt dem Wichtel ein Zuhause!

Skandinavische Wichtel auf Tassen

Designed by Julclub

Wichtel zählen zu den bedrohten Arten. Nur noch ganz selten bekommt man sie zu Gesicht: Verborgen zwischen hohen Grashalmen, im Schutz dichter Brombeerhecken, zwischen silbrig glänzenden Birken, aneinandergekuschelt unter duftenden Pfifferlingen . Der Duden führt sie statistisch gesehen als verschwindend selten nachgeschlagene Geistwesen, spricht zudem nur von dem Wichtel, also maskulinum. Heinzelmann, Kobold, Zwerg kann man da als Synonyme lesen. Dabei weiß doch jeder Wichtelmann und jede Wichtelfrau, dass sie mit Zwergen wohl eher weniger zu tun haben. Und Kobold? Da denkt doch jeder gleich an Pumuckl! Die Wichtel von Julclub sind zurückhaltender. Zeigen sich oft in trauter Zweisamkeit. Dabei feiern sie wirklich gern. Wenn es an einem kühlen Herbstabend unter einer Baumwurzel heimelig hervor leuchtet, dann können wir, wenn wir uns nur ein wenig hinabbeugen, vielleicht einen Wichtel beim Aufhängen bunter Lampions erspähen. Besonders gut leuchten Wichtelbehausungen im Schnee. Und jede Wichtelfamilie sieht es als ihre Pflicht, die Gute Stube weihnachtlich zu schmücken. Mit Papierherzen, Girlanden und Tannenzweigen. „Welch ein Jubel, welch ein Segen wird in diesem Hause sein…“

Mit viel Geduld ist es mir gelungen, ein paar Wichtel als Modelle für meine neue Kaffeebecher-Kollektion Herbst/Winter 2018 zu gewinnen. Das Ergebnis seht ihr hier.

Und wer ist überhaupt Julclub?

Julclub, das sind Stina und Steve in einem kleinen Atellier im Saarland und den Vogesen. Mit Filzstiften, Wachsmalkreiden, Buntstiften und Aquarellfarben bringen wir unsere Ideen auf´s Papier. Die fertigen Designs lassen wir dann auf Kaffeebecher drucken. Für jede Jahreszeit, jedes Fest eine spezielle Tasse.

Bis bald

Eure Stina

Wichtel-Tasse Björnbär mit Wichtel, Fuchs und Brombeeren
Julclub-Tasse „Björnbär“ aus der Herbst-/Winterkollektion 2018 von Julclub

Wichteltasse "Laternenfest" von Julclub
Wichteltasse „Laternenfest“ aus der Herbst-/Winterkollektion von Julclub

Wichteltasse "Rendjur"
Wichtel-Tasse „Rendjur“ aus der Herbst-/Winterkollektion von Julclub

Wichteltasse Herbst-/Winter 2018 von Julclub
Wichtel-Tasse „God Jul“ aus der Herbst-Winterkollektion 2018 von Julclub