Fakefurter Kranz – Die etwas einfachere schwedische Variante des berühmten Frankfurter Kranzes

Aus der Rubrik: Ich möchte heute einen ganz besonderen Kuchen kredenzen, habe aber weder Zeit noch das nötige Können, um einen solchen herzustellen.

Also, Schwedens sind ja zuweilen etwas schludrig, wenn´s ans Tortenbacken geht. Die Kuchen sehen wirklich selbstgemacht aus, rechts und links quillt Sahne, Teigplatten lugen vorwitzig aus nachlässig verspachtelter Creme hervor. Moderne Fooddesignende wissen solche kleinen Makel ins rechte Licht zu rücken: Je uriger, desto schwedischer. Zumeist präsentieren sie Pfannkuchentorte & Co. auf einem wie zufällig hingeworfenen Geschirrtuch aus grob gewebtem Linnen. Daneben glänzt (nicht zu sehr) die Kuchenform (blauschwarz) mit ein paar rustikalen Krümeln dran. Damit man sieht: Aha, hier wurde gearbeitet, wenn nicht gar geackert. Die trendige Farbpalette der auf grobkörnigem Papier gedruckten Magazine tendiert tatsächlich ins Blauschwarze. Selbst die Erdbeeren haben einen Blaustich. Ich denke bei Blau günstigstenfalls an Blaubeeren, in puncto übrige Speisen jedoch eher an das Verfallsdatum… Anyway. Markiges soll assoziiert werden. Back to nature. Auf ´ner Scholle bäckt der Olle. Und so ist auch dieser cremige Kranz kein Biskuit-Traum mit feinziselierten Marzipanröschen. Auch wenn ich für die Füllung anstatt Blaubeermarmelade Himbeerkonfitüre genommen habe. Nein, es ist ein einfacher Rührteig mit einer ehrlichen Buttercreme und, in Ermanglung von Belegkirschen, gar keinen! Er schmeckt trotzdem sehr gut. Eine schnelle kräm-tårta mit Rührteig gehört in Schweden zur unabdingbaren haushaltstechnischen Illusionskunst. Der Schwede bringt sie von seinen Auslandseinsätzen mit, konfiguriert sie dann skandinavientauglich, indem er Überflüssiges weglässt, dabei auf Geschmack setzt. Mit einer Ausnahme: Bei der überaus beliebten Princesstårta, in ihrem grellgrünen Marzipankleid, versteht der Schwede/die Schwedin keinen Spaß. Da muss jedes Detail stimmen. Dagegen unser robuster, demokratischer Fake-Kranz, der jedem gelingt: Er zickt nicht rum, sinkt nicht ein, nur weil man heute eben nicht seinen besten TortenbäckerInnen-Tag hat. Und auch Zugluft bringt ihn nicht um. Er ist nur einen Tick kleiner als sein berühmtes Vorbild. Deshalb frisch ans Werk mit diesem vorgetäuschten Frankfurter Kranz, der schnell gemacht ist, dazu mit jedem Tag besser wird. Ihr braucht ja nicht gleich an einem Wer-backt-den-aufwendigsten Frankfurter-Kranz-Wettbewerb teilzunehmen. Ganz so, wie die Züchterin unseres alten Dackelchens, das mit einem Knickschwanz zur Welt gekommen war, davon abriet mit ihm beim Teckel-Championchip konkurrieren zu wollen. Geliebt haben wir unsere kleine Siri trotz zu kurz geratenen Schwänzchens ganz bannig. Und so wird es euch auch mit dem Fakefurter Kranz gehen. (Liebe kleine Siri!)

Ihr braucht: Eine Kranz- oder Guglhupfform (Ø 22 cm)

Zutaten Rührteig:

  • 100 g weiche Butter oder Margarine
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Ein Schuss Amaretto oder Himbeergeist oder ein Fake-Aroma
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 50 g feine Speisestärke
  • 2 gestrichene TL Backpulver

Zum Füllen und Verzieren:

  • 1 kleines Glas Himbeer- oder Erdbeergelee
  • 1 Tüte Haselnusskrokant oder Mandelblättchen

Etwas Margarine zum Einfetten der Form, etwas Mehl zum Bestäuben.

Zutaten Buttercreme:

  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanille- oder Sahnegeschmack
  • 400 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 250 g weiche Butter, Zimmertemperatur
  • 50 g Puderzucker
Frankfurter Kranz Oster#
Zur Stärkung erst mal eine (Kaffee-)Bohne

Und so geht´s:

Kuchenform fetten und mit Mehl ausstäuben. Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze etwa 180 °C / Heißluft etwa 160 °C.

Der Rührteig:

Butter/Margarine cremig rühren. Nach und nach Zucker, Vanillin-Zucker, Amaretto und Salz unterrühren, bis eine gebundene Masse entsteht. Eier nacheinander auf höchster Stufe zugeben. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen, auf mittlerer Stufe kurz unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Kuchenform füllen und glatt streichen. Im unteren Drittel des Backofens ca. 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Kuchen nach Beendigung der Backzeit 10 Min. in der Form stehen lassen, dann vorsichtig auf einen Kuchenrost stürzen und vollständig erkalten lassen. Bei einer Silikonform geht das Aus-der-Form-lösen ganz einfach, bei anderen Formen müsst ihr vielleicht vorsichtig mit einem Kunststoff-Messer nachhelfen.

Und jetzt die Buttercreme:

Pudding nach Anweisung aus Puddingpulver, den 400 ml Milch und Zucker kochen. In eine Schüssel umfüllen und bei Zimmertemperatur erkalten lassen. Immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet. Alternativ mit Klarsichtfolie abdecken. Am besten nehmt ihr nach dem Puddingkochen auch direkt die Butter aus dem Kühlschrank, denn:

Pudding und Butter müssen, bevor sie miteinander verrührt werden, dieselbe Temperatur, nämlich Zimmertemperatur, haben!

Zimmerwarme Butter und Puderzucker mit dem Mixer hell cremig rühren. Zimmerwarmen Pudding esslöffelweise unterrühren und weiter zu einer glatten Creme schlagen.

Füllen und Verzieren:

Den Kuchen 2 x waagerecht durchschneiden. Die zwei unteren Böden erst mit dem Gelee, dann mit der Hälfte der Buttercreme bestreichen. Obersten Boden oben drauf setzen. Den Kuchen mit der restlichen Creme umhüllen. Mit Krokant/Mandelblättchen verzieren.

Soll die Creme etwas fester werden, stellt sie kalt. Allerdings wird sie dann auch schnell steif und lässt sich nicht mehr so gut verarbeiten. Wenn ihr gerne mit der Spritztülle arbeitet, nur zu. Ich lasse das mal besser, denn sonst ist nachher mehr Creme auf meiner Schürze als auf der Torte.

Das Meisterwerk am besten über Nacht durchziehen lassen und servieren.

Ach, übrigens: Anstatt Belegkirschen habe ich einfach ein paar Kleckse Gelee auf die Torte gegeben. Wer hat schon Belegkirchen zuhause?

Frohe Ostern wünscht Euch Eure Stina!

Leckere Ferrero-Rocher-Torte für Nicht-Fans

Yeah! Ich geb mir die Kugel!

Vom smarten Umgang mit einer Horde Krokantkugeln

Sieht spacig aus, ist aber ein ziemlicher Umwelthammer.

Ehrlich? Ich mag Ferrero-Rocher-Kugeln nicht besonders. Ferrero Küsschen, ja. Dennoch bekomme ich die Krokantvariante mit schönster Regelmäßigkeit geschenkt. Die Kugel. Mit den Nüssen. Mit der involvierten Waffel. Mit dem Nougat. Bislang war Weiterverschenken eine Option, denn es gibt echte Fans. Normalerweise stapeln die Schokokugeln sich fein säuberlich in einem durchsichtigen Plastikkästchen. Aber diese Weihnachten, diese Weihnachten bekam ich eine riesige Kunststoff-Pyramide, in der sich Kugeln in rauen Mengen türmten. Gleich einer Lotteriespirale mit lauter Nieten. Zumindest für mich. Vielleicht mutmaßt ihr, dass die edlen Spendenden allesamt einen Groll gegen mich hegen. Aber nein, weit gefehlt! Aus unerfindlichen Gründen glaubt man/frau, ich sei der größte Krokant-Kugel-Fan überhaupt. Das kommt davon, wenn man seinen Standpunkt nicht deutlich macht, weil man den Schenkenden nicht verprellen möchte. Kann ja schlecht sagen, dass mir die Küsschen lieber wären. Da war also es also, das Ding aus einem anderen Schokoladen-Universum. Ein Spitzbunker aus Plastik, jede einzelne Praline in wehrhafte Goldfolie verpackt, in braunen Papierförmchen meiner Lust auf Süßes harrend. Auf jeder klebte noch ein kleines Etikett mit dem allseits bekannten Logo. Macht also gefühlte zweihundert Schildchen. Sie starrten mich an. Die tausend Augen des Dr. Marbuse waren ein Klacks dagegen. Mein persönlicher umwelttechnischer Weihnachts-Ober-Gau. Also weiterverschenken…

Dann wurde es doch noch lecker.

Sah mich schon mit der Spirale des Todes einem meiner umweltbewussten Freunde aufwarten. „Also nein, Stina, das hätten wir nicht von dir gedacht!“ Achtung Vortrag! Und dann wären die Ungeliebten womöglich im Müll gelandet. Oder auf eine Rundreise durch Deutschland geschickt worden, damit sie am Ende wieder bei mir gelandet wären. Nach Ablauf des Verfallsdatums. Dann fielen mir die gesunden Äpfel ein. Esse sie natura nicht gerne. Als Kuchen aber – Mmh!

Ich recherchierte, wie ich die verflixten Teile in etwas Essbares verwandeln könnte. Leute, wollte nicht noch ein vierwöchiges Konditoren-Praktikum absolvieren müssen, um die Kugeln zu verbasteln! Auf einen Sahne- oder Zuckerschock kann ich ebenfalls verzichten. So hab ich mir dann was Eigenes ausgedacht. Mein Dank hier an alle, die mich mit ihren Rezepten inspiriert haben. Nicht zu kompliziert sollte die Torte in der Herstellung sein. Außerdem wollte ich meine Aggressionen gegenüber den Krokantmonstern (besonders den waffligen Anteilen) ausleben. Zwei Fliegen mit einer Klappe also.

Nachdem ich etwa 20 Minuten versucht hatte, den Einstieg in die Pyramide zu finden, zerfetzte ich mit roher Gewalt den bis dato unsichtbaren Klebstreifen am unteren Ende des Bauwerks. Dann musste erst mal der Gelbe Sack her, um der Kunststoffmassen Frau zu werden. Die 24 NASA-Kugeln waren da noch nicht mal ausgepackt. Also wieder Müll. Warum macht man sowas? Warum kauft man sowas? Warum bekommt man sowas geschenkt?

So, erhalte ich jetzt eine Packung, mache ich einfach eine Torte draus. Sie ist echt delikat, hält sich lange (hätte mich auch gewundert, wenn nicht, ha!), wird sogar immer besser. Hier also mein Rezept für eine leckere Ferrero-Rocher-Torte. Einfach, aber man braucht Zeit, Geduld und Mut. Denn wissen wir, was in so einer Kugel eigentlich drin ist?

Ihr braucht:

Eine Springform Durchmesser 26 cm

Backpapier für den Boden der Form

Für den Teig:

150 g Margarine, zimmerwarm

150 g Zucker

4 Eier

1 TL Backpulver

200 g Haselnusskerne, gemahlen

1 TL Zimt

1 Prise Salz

Zum Bestreichen des Bodens:

2 EL Mirabellenmarmelade

Für die Füllung:

22-24  Ferrero-Rocher-Kugeln

400 g Sahne

Je 1 TL Speisestärke u. Puderzucker miteinander vermischen und wie Sahnesteif verwenden.

1 Päckchen Vanillezucker

Zum Verzieren:

30 g Haselnusskerne oder Mandeln, gehackt

40 g Bitterschokolade

Zubereitung:

  1. Backofen aufE-Herd 175° / Umluft 150° vorheizen.
  1. Weiche Margarine und Zucker schaumig rühren.
  2. Eier unterrühren
  3. Backpulver mit den gemahlenen Haselnüssen vermischen und unterrühren.
  4. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Teig darin verstreichen.
  5. Im vorgeheizten Backofen 25 – 30 min. backen. Vollständig auskühlen lassen.
  6. Springformrand vorsichtig vom Kuchen lösen. Falls nötig, vorher mit einem Plastikmesser leicht vom Rand lösen. Boden auf eine Kuchenplatte stürzen. Backpapier abziehen.
  1. Einen Tortenring oder den Springformrand wieder um den Boden legen. Boden mit Mirabellenmarmelade dünn bestreichen.
  2. Ferrero-Rocher-Kugeln in einer Schüssel fein zerdrücken.
  3. 400 g Sahne steif schlagen, dabei Speisestärke-Puderzuckergemisch und Vanillezucker einrieseln lassen.
  4. Die Ferrero-Rocher-Brösel unter die Sahne heben. Auf dem Boden verteilen und glatt streichen.
  5. Etwa 1 Stunde kühl stellen.
  6. Gehackte Nüsse in einer Pfanne goldbraun rösten.
  7.  Bitterschokolade in Stücke brechen. Im Wasserbad unter Rühren schmelzen.
  8. Geröstete Nüsse am Rand entlang auf die Torte streuen. Geschmolzene Schokolade von weit oben kreuz und quer auf die Torte gießen, sodass ein Netzmuster entsteht. Ihr könnt aber auch Spiralen gießen, Blümchen usw. Das geht am besten mit einem Pfännchen mit Ausguss oder einem Milchkännchen.
  9. Falls noch Rocher-Kugeln übrig sind: Mit einem Messer halbieren und auf die Torte setzen. Mindestens 2 Stunden kühl stellen.

Die Torte hebt sich bei guter Kühlung bis zu 4 Tage auf. Schmeckt am 2. Tag noch besser, wenn sie so richtig gut durchgezogen ist.

Guten Appetit!

Stina Advent

Zitroniger Zitronen-Mascarpone-Kuchen von TanjaMarie

Zitronen_Mascarpone_Kuchen

Ich wollte, dieses super leckere, schnelle Rezept wäre in meiner Versuchsküche entstanden. Ist es aber nicht. Es stammt von TanjaMarie, einer findigen Bloggerin aus dem sonnenverwöhnten Breisgau. Hab ihren Zitronen-Mascarpone-Kuchen gestern Abend ausprobiert und – vips! – war er auch schon verputzt. Leicht und locker wie ein besonders schöner Traum, und so schmeckt er auch. Dabei so cremig, dass er auf der Zunge zergeht. Das Rezept verlinke ich euch hier. Dann könnt ihr auch gleich die wunderschöne Blümchendeko von TanjaMarie bewundern.

In Ermangelung von Butter habe ich den Kuchen mit Margarine gebacken. Mit Butter wird er natürlich noch leckerer. Den Zuckerguss habe ich anstatt mit Zitrone mit Amaretto-Likör hergestellt. Damit kann man also getrost experimentieren. Mein Tipp für den November: Packt ein paar Stücke dieses Schmankerls in eine Frühstücksbox, nehmt euch eine Kanne heißen Schwarz- oder Grüntee mit, zieht euch warm an und dann nichts wie raus an die frische Luft. Dort schmeckt´s nochmal so gut!

Also: Besucht TanjaMarie auf ihrem ebenso schönen wie nützlichen Blog!

Rezept Zitronenkuchen
Fluffig, fluffiger, am fluffigsten.
Stina Rezept

Zucchinikuchen – süß!

Süßer Zucchinikuchen

Zucchini-Kuchen muss nicht immer pikant sein. Probiert ihn doch mal in der süßen Variante. Mit gutem Olivenöl statt Margarine ein Genuss! Mit seiner an Gewürzkuchen erinnernden Note schmeckt er besonders gut zu Schwarz- oder Grüntee. Und eine wärmende Tasse Tee kann man bei diesem regnerischen Herbstwetter durchaus vertragen. Das Rezept funktioniert außerdem ohne Nüsse. Denn die fehlen in meiner Küchenschublade immer dann, wenn ich sie dringend brauche. Die einzige Hürde, über die ihr hüpfen müsst, könnte das Natron sein. Es lohnt sich aber die praktischen Portionsbeutel – einer davon entspricht genau 5 g und damit einem Teelöffel –  in euren Haushalt zu integrieren, da er den Kuchen super fluffig macht. Ist das nicht ein schönes Wort? Flufffffig!!!

Zucchinikuchen backen

Mit einer Tasse meine ich übrigens keinen der inzwischen üblichen Kaffeebecher, sondern die gute alte, normal kleine Kaffeetasse mit dem Goldrand und den Blümchen. Und los geht´s.

Ihr braucht: Eine Gugelhupf-Form. Meine ist aus Silikon; jede andere tut´s aber auch.

Zucchinikuchen süß

Zutaten:

  • 2 Tassen Zucker
  • 3 Eier
  • 3 Tassen Mehl
  • 1 Portionsbeutel Natron
  • 3 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillin
  • ¼ Päckchen Backpulver
  • 1 Tasse Olivenöl
  • 2 Tassen fein geriebene Zucchini (mit Schale)
  • Etwas Mehl zum Ausstäuben der Form

250 g Puderzucker für den Zuckerguss

So wird´s gemacht:

  • Die Zucchini putzen, aber nicht schälen. Fein reiben. Beiseite stellen.
  • Zucker und Eier zu einer cremigen Masse verrühren.
  • Übrige Zutaten unterrühren.
  • Backofen auf 175 °C, Umluft, vorheizen
  • Die geriebene Zucchini vorsichtig unter die Teigmasse heben.
  • Den Teig in die gefettete, mit Mehl ausgestäubte Gugelhupf-Form geben
  • Im vorgeheizten Backofen ca. 55 Minuten backen.
  • Am besten macht ihr mit einem Holzstäbchen eine Garprobe. Denn der Kuchen sollte nicht mehr kleben.
  • Das Prachtstück aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und auf einen Kuchenrost stürzen.
  • Zum Verzieren mit Zuckerguss den vollständig ausgekühlten Kuchen auf eine Kuchenplatte bugsieren.

Für den Zuckerguss: Mit dem Schneebesen 250 g Puderzucker mit 3-4 Esslöffeln Wasser zu einer glatten Masse aufschlagen. Anstatt Wasser kann man auch Kaffee oder Kirschsaft nehmen. Ich warte immer ein bisschen, bis die Masse etwas dickflüssiger geworden ist. Dann gieße ich sie vorsichtig über den Gugelhupf. Und noch ein Tipp von Schwedens: Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur schlechte Kleidung. Also rein in die Gummistiefel und nach draußen. In der Zwischenzeit kann der Kuchen abkühlen und der Guss läuft nicht, wie bei mir, auf die Arbeitsplatte. Weil ich nämlich vergessen habe, einen Teller unterzustellen… Smaklig måltid – Guten Appetit!

Besucht mich auch auf Pinterest!

Oberleckere Schneewittchen-Torte mit Kirschen und Quark-Sahne-Creme für AngeberInnen

Schneewittchen-Torte snövit-tårta

Dieses einfache Back-Rezept sorgt für Furore im Wichtelwald – Garantiert!

Schneewittchen-Torte snövit-tårta

Schneewittchen: Da denke ich doch gleich an tiefe, dunkle Wälder mit jeder Menge Zwerge, die um eine hübsche Prinzessin herumwuseln. Dass einer der kleinen Kerle ihr zuliebe mal eine Torte kreiert hat, finde ich nur plausibel. Märchenhaft lecker ist sie allemal. Das Rezept wurde mit allerlei sachdienlichen Hinweisen von Tante Maja in ihrem dicken Backbuch aufgeschrieben. Snövit-Tårta heißt es dort, Schneewittchen-Torte eben. Mitgebracht hat es ein Urlauber aus Deutschland: Berthold steht mit einem fetten Ausrufezeichen daneben. Danke, unbekannter, edler (Rezept-)Spender. Hihi. Nun, welcher Kuchen würde sich in Schweden besser integrieren lassen als dieser, da es hier gleichfalls dunkle, tiefe Wälder gibt? Sicher findet sich auch zwischen nordischen Kiefern ein kleines, liebeskrankes Männlein, das einer schönen Frau mit Haaren so schwarz wie Ebenholz, einer Haut wie Milch und kirschroten Lippen eine solche Torte backen würde. Um ihr Herz zu gewinnen. Sollte sich eine solche Dame denn mal zu ihm verirren. Und äße sie dann gerne einen Kuchen, der ihre markantesten Merkmale eins zu eins abbildet. Meinte jetzt farblich.

Schneewittchen-Torte snövit-tårta

Jedenfalls lieben Svenssons diese einfach herzustellende, Eindruck schindende Torte. Ebenso wie das bekannte, wesentlich süßere Pendant mit Blockschokolade, geschlagenem Eiweiß und anderen Untiefen, das ungleich mehr Zeit beansprucht (Werde ich trotzdem mal ausprobieren, später mal). Da es sich bei Schneewittchen aber vermutlich um ein zartes Wesen und keine Sumo-Ringerin gehandelt hat, passt, meiner Meinung nach, meine frisch-leichte Variante besser. Denkt aber daran, dass der Tortenguss im Norden immer einen Tick röter, knalliger sein muss als in Deutschland. Die Kokosstreusel sind auch nicht original. Aber da ich Spaghetti-Eis liebe, dachte ich, sie würden gut passen. Am besten macht ihr die Torte morgens, wenn ihr sie nachmittags kredenzen wollt, denn sie muss für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank. Also: Frisch ans Werk! Heiho, heiho!

Ihr braucht für den Teig:

100 g Margarine

150 g Zucker

1 Prise Salz

3 Eier

200 g Mehl

½ Päckchen Backpulver

1 Päckchen Vanillezucker

1 großzügiger EL Milch

2 EL Nussnougat-Creme

1 Glas Sauerkirschen

Für die Quarkfüllung:

500 g Quark (20% Fett)

1 EL Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

2 Becher Schlagsahne (400 g)

2 Päckchen Sahnesteif

Für den Guss:

1 Päckchen Tortenguss ROT!!!

250 ml Kirschsaft (aus dem Glas Sauerkirschen auffangen)

Eventuell: Kokosraspel zum Bestreuen.

Schneewittchen-Torte snövit-tårta
So weiß wie Schnee

Gör så här (Sprich: Jörschohär) – So wird´s gemacht:

Alle Zutaten für den Teig zu einem Rührteig verrühren. Teig halbieren. Unter eine Hälfte die Nussnougat-Creme und den Esslöffel Milch rühren.

Sauerkirschen gut abtropfen lassen. Dabei den Saft in einer Schüssel auffangen.

Den Boden einer Springform (D 26 cm) mit Backpapier auslegen. Rand mit ein bisschen Margarine einstreichen und ein wenig Mehl dagegen stäuben.

Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Dunklen Teig in die Springform füllen und glattstreichen. Jetzt den hellen Teig darüber geben und glattstreichen. Die Sauerkirschen auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Backofen 45 – 50 Minuten backen. Ich backe auf der zweituntersten Schiene, aber ihr kennt euren Backofen am besten. Nach Ende der Backzeit Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Wenn der Kuchen wirklich kalt ist, aus der Form lösen.

Schneewittchen-Torte snövit-tårta
Richtig schön knallig rot: Der Guss

Quark in eine Schüssel geben, mit Zucker und Vanillezucker verrühren. Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen; ich mache das in zwei Portionen, da gerade im Sommer die Sahne schnell gerinnt. Geschlagene Sahne vorsichtig unter die Quarkmasse heben.

Rührkuchen auf eine Tortenplatte stürzen, sodass der dunkle Teig oben ist. Springformrand wieder um den Kuchen legen. Die Quark-Sahne-Füllung auf dem Kuchen verteilen. Schön glattstreichen.

Den Tortenguss mit 250 ml Kirschsaft statt Wasser nach Packungsanweisung zubereiten. Höchstens eine Minute abkühlen lassen (darf nicht wirklich steif werden). Dann zügig über der Quark-Sahne-Füllung verteilen, sodass eine spiegelglatte Oberfläche entsteht. Eventuell mit Kokosraspeln bestreuen. Den Springformrand nicht ablösen! Für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Erst danach könnt ihr den Springformrand, gerne mit der vorsichtigen Hilfe eines Messers, lösen und eure Märchentorte genießen.

Smaklig måltid! Guten Apetit wünscht eure Stina und sicher auch Berthold!

Fröhliche Osterhasen-Party

Superschnelle Hasenplätzchen – für Eilige

Diese Hasen sind schneller gebacken, als ein Langohr hoppeln kann. Wenn ihr die passenden Ausstechförmchen habt, dann steht einer Hasenparty nichts mehr im Wege. Fehlt nur noch der Löwenzahnwein! Frohe – hicks! – Ostern!

Running gag

Zubereitungszeit: ca. 1 1/2 Stunden (Beschwören möcht ich´s nicht)

Menge: ca. 35 Häschen (zwei Backbleche voll)

Kalorien: Danke der Nachfrage!

Das braucht ihr:

  • 300 g Weizenmehl
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 200 g Margarine (zimmerwarm)
  • 1 Eigelb (Größe M)

Für den Guss:

  • 2-3 gehäufte EL Puderzucker
  • Zitronensaft von ca. 1/4 Zitrone
Pack die Badehose ein, oder lass es einfach sein!

So wird´s gemacht:

Mehl, Puderzucker, Vanillezucker mischen. Ei trennen. Eigelb zusammen mit Margarine dem Mehl-Gemisch zugeben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Ofen auf 180 °C (Umluft 160°C) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auskleiden. Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ca. 4 mm dick ausrollen und Häschen ausstechen. Auf die Backbleche legen und 15 Minuten backen, bis die Plätzchen eine leichte, goldbraune Farbe annehmen. Herausnehmen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Für den Guss den Puderzucker mit soviel Zitronensaft verrühren, dass eine sämige Masse entsteht. Wer möchte, kann sie noch mit Lebensmittelfarbe einfärben. Guss in eine Spritztülle füllen und Häschen nach Herzenslust verzieren. Da ich faul bin, tragen nur ein paar von ihnen Hosen, zeigen sich also in ihrer natürlichen Anmut. Mit Lebensmittelfarbe, Nutella o.ä. einen kleinen Klecks auf´s Zuckerauge geben. Fertig!

In einer Keksdose halten sich die Häschen etwa 2 Wochen.

Frohe Ostern wünscht euch

Stina

Auch Rehe wollen ein friedliches Weihnachten erleben…

Hier kommt eine besondere Variante des allseits beliebten Rehrückens. Klingt ein bisschen makaber für einen Kuchen, bezieht sich allerdings nur auf die Form, welche (ja, es ist makaber!) die Rippen eines Rehs, und damit einen Braten nachbildet. Traditionell mit Mandelstiften gespickt wird das ganze noch gruseliger. Deshalb plädiere ich für andere Dekorationen: Marzipanfiguren, Kerzen… Lasst eure Fantasie spielen und vor allen Dingen die Rehe leben!

In diesem Sinne:

Das Reh springt hoch, das Reh springt weit.
Warum auch nicht, es hat ja Zeit!

Heinz Erhardt

Ihr braucht: Eine Rehrückenform, ca. 30 cm. Aus Metall oder Silikon.

Zutaten:

5 Eier (Größe M)

100 g Zartbitter-Schokolade (Kakao-Anteil 70 %)

150 g gemahlene Mandeln

50 g Löffelbiskuits

120 g Margarine

200 g Zucker

80 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

½ TL Zimt

1 Msp. gemahlener Kardamom

1 Msp. gemahlener Koriander

1 Prise gemahlene Gewürznelken

Für die Glasur:

200 g dunkle Schokoglasur

Etwas Margarine und Paniermehl für die Form

Und so geht´s:

  1. Form mit Margarine einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
  2. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. Dabei 130 g des Zuckers in den Eischnee rieseln lassen.
  3. Schokolade fein raspeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Achtung: Verbrennen flugs! Abkühlen lassen.
  4. Biskuits im Mörser fein mahlen.
  5. Margarine, restlichen Zucker und Salz schaumig rühren.
  6. Eigelbe nach und nach unterrühren, bis die Masse weißlich wird.
  7. Backofen auf 180 °C vorheizen (Umluft 160 °C).
  8. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen. Mit Schokoraspeln, Mandeln und gemahlenem Biskuit in die Eigelbcreme rühren.
  9. Eischnee vorsichtig unterheben.
  10. Teig in Rehrücken-Form füllen und ca. 45 Minuten wie normalen Rührkuchen backen.
  11. Kuchen aus Ofen nehmen, auskühlen lassen, stürzen, mit Glasur überziehen und nach Wunsch dekorieren.

Ich habe meinen Rehrücken halbiert und eine Hälfte eingefroren. Für den zweiten Weihnachtsfeiertag. Aber Pustekuchen, zweite Hälfte ist auch schon verputzt.

Frohe Weihnachten, God Jul wünscht euch