Der Kuhberg ruft

Wanderung Kühberg Vogesen

Im warsten Sinne des Wortes sagenhaft: Das sind die Vogesen. An einem milden, sonnigen Weihnachtstag ein wunderbares Naturerlebnis. Die kleine Wanderung, vorbei an imposanten Felsformationen aus rosa Sandstein, den Grès roses des Vosges, hin zu einem mystischen Aussichtspunkt lässt uns innehalten im oftmals rauen Lauf der Gezeiten. Wenn ihr schwindelfrei seid, nehmt eine Flasche Crémant mit, Käse samt Baguette, und genießt den Augenblick. Auch Wandermuffel kommen hier auf ihre Kosten.

Kuhberg vosges vogesen
Ohne Moos nix los!

Also dann: Wanderung zum Aussichtspunkt Kuhbergkopf / Rocher du Kuhberg

Ca. 5 km Rundweg, La Hoube – Kuhbergkopf – La Hoube, ca. 1,5-2 Stunden. Leichte Steigung am Anfang, leichter Abstieg in der Mitte. Schwierigkeitsgrad: Mittel.

Ihr startet hinter dem Ortsausgang La Hoube, Richtung Hellert (D 98 D), an den Recycling-Containern. Dahinter, rechter Hand den schmalen Weg aufwärts und in den Wald hineingehen. Der Wanderweg ist mit einem roten Dreieck markiert (s.o.). Er verläuft Richtung Kempel m f / maison forestière, aber so weit gehen wir nicht. Nach etwa 10 Minuten erreicht ihr linker Hand eine imposante Felsgruppe. Ein Stückchen weiter seht ihr ein erstes Hinweisschild „Point de vue“. Macht einen kleinen Abstecher, kommt wieder zurück auf den Weg (Die Alternative wäre ein Satz Flügel!).

Geht etwa 10 Minuten bis zum nächsten Point-de-vue-Schild: Ein kleiner Abstecher nach links, und ihr steht auf dem Kühberg- oder Kuhbergkopf, einem Aussichtsplateau 595 m über dem Meeresspiegel. Zum gepflegten Sitzen unweit des Abgrunds gibt es eine Holzbank. Die Aussicht ist unglaublich: Vor euch liegen die Kämme der Nordvogesen. Links seht ihr den Felsen von Dabo, rechts schaut ihr ins Pays de Sarrebourg. Wald, Wald, Wald, dazwischen leuchtende kleine Weiler. Interessant sind die zahlreichen, in den Fels gegrabenen Becken, in denen sich das Regenwasser sammelt. Ob naturgegeben oder menschengemacht, darüber streiten sich die Gelehrten. Da die geheimnisvollen Vogesen sagen- und mythenumsponnen sind, gibt man gerne der These von einer kultischen Verwendung den Vorzug. In grauer Vorzeit sollen hier sogar drei steinerne, gehörnte Köpfe gewacht haben. Opferstätte? Hexentanzplatz? Heute ist jedenfalls nur noch ein Kreuz zu sehen, das von emsigen Christen in den Stein geritzt wurde.

Dabo Kuhberg

Atmet ein, atmet aus! Nehmt den Geist des Berges in euch auf! Begebt euch wieder auf den Wanderweg mit dem roten Dreieck. Folgt ihm weiter geradeaus. Jetzt kommt ein kleiner Abstieg, den man mit gutem Schuhwerk (und vielleicht einem Wanderstab) sicher bewältigen kann, auch wenn man ungeübt ist. Am Fuß kreuzt ein weiterer Wanderweg. Links geht´s zum Forsthaus Kempel. Ihr aber wendet euch nach links, und geht dann nochmal links um die Kurve. Ihr befindet euch parallel zur Straße nach La Hoube, die ihr jetzt seht und hört. Folgt dem Weg weiter nach La Hoube. An den altbekannten Containern ist die Wanderung zu Ende. Es sei denn, ihr habt jetzt richtig Hunger bekommen, Dann folgt der Rue Belle Vue etwa 1,5 km geradeaus und biegt an der T-Kreuzung links ab. Ihr steht vor dem gutbürgerlichen Restaurant Le Zollstock. Biegt ihr an der Kirche rechts ab und geht geradeaus, findet ihr das Hôtel Restaurant des Vosges, wo ihr ebenfalls landestypisch essen sowie eure müden Glieder ausstrecken könnt. Und wenn ihr unterwegs das Glasmännlein seht, dann grüßt es von mir!

Zweisamer Wanderer

Viel Spaß beim Wandern wünscht euch

Auch Rehe wollen ein friedliches Weihnachten erleben…

Hier kommt eine besondere Variante des allseits beliebten Rehrückens. Klingt ein bisschen makaber für einen Kuchen, bezieht sich allerdings nur auf die Form, welche (ja, es ist makaber!) die Rippen eines Rehs, und damit einen Braten nachbildet. Traditionell mit Mandelstiften gespickt wird das ganze noch gruseliger. Deshalb plädiere ich für andere Dekorationen: Marzipanfiguren, Kerzen… Lasst eure Fantasie spielen und vor allen Dingen die Rehe leben!

In diesem Sinne:

Das Reh springt hoch, das Reh springt weit.
Warum auch nicht, es hat ja Zeit!

Heinz Erhardt

Ihr braucht: Eine Rehrückenform, ca. 30 cm. Aus Metall oder Silikon.

Zutaten:

5 Eier (Größe M)

100 g Zartbitter-Schokolade (Kakao-Anteil 70 %)

150 g gemahlene Mandeln

50 g Löffelbiskuits

120 g Margarine

200 g Zucker

80 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

½ TL Zimt

1 Msp. gemahlener Kardamom

1 Msp. gemahlener Koriander

1 Prise gemahlene Gewürznelken

Für die Glasur:

200 g dunkle Schokoglasur

Etwas Margarine und Paniermehl für die Form

Und so geht´s:

  1. Form mit Margarine einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
  2. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. Dabei 130 g des Zuckers in den Eischnee rieseln lassen.
  3. Schokolade fein raspeln. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Achtung: Verbrennen flugs! Abkühlen lassen.
  4. Biskuits im Mörser fein mahlen.
  5. Margarine, restlichen Zucker und Salz schaumig rühren.
  6. Eigelbe nach und nach unterrühren, bis die Masse weißlich wird.
  7. Backofen auf 180 °C vorheizen (Umluft 160 °C).
  8. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen. Mit Schokoraspeln, Mandeln und gemahlenem Biskuit in die Eigelbcreme rühren.
  9. Eischnee vorsichtig unterheben.
  10. Teig in Rehrücken-Form füllen und ca. 45 Minuten wie normalen Rührkuchen backen.
  11. Kuchen aus Ofen nehmen, auskühlen lassen, stürzen, mit Glasur überziehen und nach Wunsch dekorieren.

Ich habe meinen Rehrücken halbiert und eine Hälfte eingefroren. Für den zweiten Weihnachtsfeiertag. Aber Pustekuchen, zweite Hälfte ist auch schon verputzt.

Frohe Weihnachten, God Jul wünscht euch

Ehrlich. Natürlich. Gut.

river nordic design saarbrücken

Es weihnachtet sehr. Deshalb bin ich froh, dass Sabine André mir etwas von ihrer kostbaren Zeit schenkt, damit ich mir ein Bild von diesem wunderbaren Fachgeschäft für nordisches Design machen kann. Denn, dass man hier nicht nur Skandinavisches, sondern auch Produkte aus anderen nördlichen Gefilden, wie England oder dem Baltikum, bekommt, darauf legt sie Wert. Obwohl, wer denkt bei Design nicht recht zügig an Skandinavien? Nur ein paar Meter vom Saarbrücker Beethoven-Platz entfernt, liegt es charmant in einer kleinen Straße, abseits vom Trubel des Mainstreams. Das river NORDIC DESIGN. Jetzt, zur Weihnachtszeit, festlich beleuchtet. Mit unseren Nasen kleben wir schon fasziniert an den üppig dekorierten Schaufenstern: Sieh mal da! Und schau mal hier!!! Und vips! stehen wir drin.

Das Klare, Einfache hat es ihr angetan. Ihre Begeisterung dafür gibt sie weiter. Beeindruckend auch ihre berufliche Vita: Diplom-Ingenieurin, Architektin, Betriebswirtin für Möbelhandel, Schreinerin. Im Oktober 2018 hat Sabine André river NORDIC DESIGN eröffnet. Seit sie mit 19 eine Segeltörn zum Skagerak unternahm, liebt sie den zeit- und schnörkellosen Stil des Nordens, ist zur gefragten Expertin geworden.

Das Wasser, die Städte, das Klima. Schon die Mutter hatte im renommierten Saarbrücker Einrichtungshaus River eine kleine Ecke für skandinavische Designprodukte reserviert. Das farbenfrohe finnische Label Marimekko, zauber- und sagenhaftes Porzellan von Ittala, das direkt aus der finnischen Märchenwelt entsprungen scheint, die mattschwarzen, stilisierten Kerzenhalter des schwedischen Designduos Bengt & Lotta: Das Who is Who nordischen Designs gibt sich nun – in bester Familientradition – auch bei der Tochter die Ehre.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Unterkühlter Design-Tempel geht anders. In diesem Unternehmen steckt Herzblut. Und so können wir gar nicht anders als begeistert zwischen den ganzen Herrlichkeiten umher zu taumeln. Für einen geplant viertelstündigen Besuch sollte man gut und gerne das Zwei- bis Dreifache einplanen. Es gibt viel zu entdecken. Ich treffe alte Bekannte: Das Holzäffchen von Kay Bojesen , den knallroten Hoptimisten, der zu meinem Neidwesen nur auf dem Schreibtisch meiner Schwester wippte, die ebenfalls leuchtend rote Kaffeekanne Stelton EM 77, die typischen Pferdchen aus Dalarna, rot, rot, rot! Lottas und Bengts gusseiserne Elche, zierliche Änglaspel von Pluto, Engelsspiele, zu Deutsch: Drehlichter aus goldglänzendem Metall. Ich flattere zwischen flauschigen Decken, knotigen Kissen, glitzerndem Glas, schwedischem Leinen, Wichteln, Rentieren und natürlich Designermöbeln umher, weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Ist alles so schön geschmackvoll hier. Oh, eine Lucia-Gruppe samt Stjärngossar, Sternenjungs – allerliebst! Tjusigt! Da hinten flattern meine Freunde, haben schon ein Geschenk für eine andere liebe Freundin. Ach, warum habe nicht ich Geburtstag…?

Ob sie denn nicht ständig versucht sei, ihr Zuhause umzugestalten, bei so vielen Schätzen, frage ich Frau André. Eigentlich nicht, meint sie, sie setze eher auf Nachhaltigkeit. Man sehe sich eben nicht satt an diesen Klassikern, die teilweise schon aus den Fünfzigern und Sechzigern stammten, und immer noch aktuell seien. In ihrer Leichtigkeit, Einfachheit. Bevorzugt aus Naturmaterialien. „Was der Wald so hergibt.“ Man denke nur an die String Regale, mit denen sich immer wieder neue Wohnbilder erschaffen ließen. Der dänische Möbelhersteller Montana fällt ihr ein, geführt von der Familie Lassen, die neben Designklassikern wie die von Arne Jacobsen (dem Dänen mit der Pfeife. Das Ei, die Ameise, der Schwan!) modulare Regalsysteme herstellt. Freiheit und Kreativität statt starrer Schrankwand. Ganz nach dem Wahlspruch des Firmengründers Peter Lassen: „Voraussetzung für gutes Design ist Ehrlichkeit und Respekt.“

Nachhaltigkeit – auch so ein Thema, das Sabine André wichtig ist. Keine langen Transportwege. „Viele Hersteller lassen in ihren Herkunftsländern fertigen.“ Ob sie nicht doch versucht sei,… Nein. Sie sei ja ständig von schönen Dingen umgeben. Wichtig findet sie, dass die Produkte von guter Qualität seien. Dann hielten sie eben auch lange. „Ich kaufe nur ein, was mir selbst gefällt.“ Und das tut sie tatsächlich höchstpersönlich. Stockholm, Oslo, Helsinki, die großen Messen, klar. Aber so hat sie auch die Möglichkeit kleinere, unbekanntere Designlabels zu entdecken. Gibt es eine Philosophie hinter dem Unternehmen? Ja, und auch die strahlt wohtuende Einfachheit aus: Eine angenehme Atmosphäre, ein angenehmes Gefühl möchte Sabine André mit ihrem Angebot schaffen. Nachhaltigkeit all über all: Als ich sie für ein kleines Interview gewinnen möchte, ist sie gerade mit dem Fahrrad unterwegs. Atemlos zu einem Geschäftstermin. Ob sie zurückrufen könne. Was soll ich sagen? Zum vereinbarten Termin klingelte mein Telefon.

„Haben Sie derzeit ein Lieblingsstück bei river NORDIC DESIGN , Frau André?“

„Ja, so einen Beistelltisch aus dem Baltikum. Ein Hühnchen.“ Sie erklärt´s mir: 2 Beine: Beine. 1 Bein: Schnabel. Klingt wie eine Gleichung, die aufgeht: Einfallsreich, witzig, verspielt. So neben den ganzen praktischen Modulen durchaus stimmig. Ich hab´s ja gesagt: Voll das Herzblut!

Und auch ich habe meinen Liebling gefunden: Das Tablett „Winterleben“ von Bengt & Lotta. Denke an Erich Kästners Drei Männer im Schnee, das nicht nur als Film sondern auch als Hörbuch unentbehrlich ist für eine wundervolle Adventszeit. Denke auch an die Zürcher Verlobung mit Christoph Waltz und der leider verstorbenen Lisa Martinek – ebenfalls ein literarisches Seelenwärmer-Remake eines Kassenschlagers aus den Fünfzigern mit – wem sonst? – Liselotte Pulver. Wenn man dann also, eingemummelt in eine warme Decke von Klippan, seinen Glögg und ein, zwei Stücke echten schwedischen Sockerkaka genießt, während auf dem Baltic Beistelltisch Tibu der Adventskranz leuchtet… dann könnte man fast glauben, dass draußen leise der Schnee rieselt!

Wer´s noch wärmer ums Herz mag: Bei river NORDIC DESIGN verkauft man nicht nur Kaffee, man schenkt ihn auch in gekonnt schaumiger Latte-Art aus. Dazu gibt es leckere Zimtschnecken. Natürlich nach original schwedischem Rezept!

Einen informativen Über- und Einblick findet ihr natürlich auf der Webseite des Unternehmens, aber auch bei Instagram. Lasst euch bezaubern. Frohe Weihnachten, God Jul, wünscht euch

Julclub_stina

Ich muss es halt hinschreiben: Dieser Artikel erfolgte unaufgefordert und unbezahlt.

Motiv von Bengt & Lotta: Tablett „Winterleben“

Designinteressiert? Dann könnten euch auch folgende Artikel auf meinem Blog gefallen:

Kurztrip nach Kopenhagen

Zu Besuch bei Dania in Trier

Zimtschneckeninteressiert? https://slidebearing.eu/julclub/?p=684

Dänische Natur-Kosmetik mit Suchtpotenzial

Kosmetik Raunsborg Skandinavien

Zuerst wollte ich meinen kleinen Artikel mit „Duften wie ein Wikinger/eine Wikingerin“ übertiteln. Aber: Wer weiß ob, wie und wie stark sie geduftet haben? Die BBC-Erfolgsserie „Vikings“ gibt Anlass zur Sorge, dass, trotz eines Überangebots an Wasser, Körperpflege eher zweitrangig war. Allein, wir werden es nie erfahren. Denke dabei auch an die täglichen Lebertran-Rationen meiner Jugend sowie das Einfetten meiner – mit Tierschutz völlig unvereinbaren – norwegischen Seehund-Stiefel und den damit einhergehenden Geruchsimpressionen in den Sechzigern samt Siebzigern. In bester Wikinger-Tradition, versteht sich. Brrr!

Doch halt: Denkt Skandinavien, denkt herbe Frische, Klarheit, Wildblumen, aromatische Kräuter, Quellwasser, Freiheit! Gibt es das auch in der Flasche? Ja, doch! Raunsborg Nordic heißt das dänische Label, das sich Natur, Nachhaltigkeit und einem Nein zu Tierversuchen verpflichtet hat, um im Familienunternehmen einzigartige Naturpflege für hon/han/hen herzustellen. Also schier für alle. Als ich vor einem Jahr in Kopenhagen weilte, habe ich das Programm entdeckt und bin restlos begeistert. Habe mir damals eine Bodylotion mit dem Duft von wildem Rhabarber gegönnt. Raunsborg überrascht mit einer Fülle ungeahnter, unerschnupperter Pflegeprodukte. Von Shampoo, über Deo bis Fußpeeling. Neben frischen Frauen-Parfums gibt es das Wikinger-Parfüm „793 – Year of Legends“ in Anlehnung an den Beginn der Wikinger-Ära, das ich jetzt für meinen Liebsten, der diesen Artikel hoffentlich nicht liest, bestellen werde. Aller Voraussicht nach müsste er dann maskulin und elegant duften, und, wenn ich an ihm schnuppere, zudem an „die Traditionen und den Lebensstil der Wikinger in der freien Natur erinner(n)“. „Die Kopfnote ist geprägt von dem Duft nach Zitrus, Rinde und frischen Kräutern. Die Basisnote besteht aus den Düften nach Leder und Gewürznelke.“ Das jedenfalls verspricht die Webseite des Unternehmens. Moshus-Ochse war gestern! Außerdem lockt eine Body-Lotion „Viking Repair“ (Was gibt´s denn da zu reparieren?! Die Überfälle der Wikinger sind ja nun zum Glück lange vorbei. Oder macht es Partner/Partnerinnen gar so rasend, dass Männer danach zur Generalinspektion in die Werkstatt müssen?). Wie dem auch sei: Wenn alles in gleicher Qualität duftet wie meine Bodylotion, dann wäre das ursprünglich, unaufdringlich und einfach wunderbar!

Wenn ihr also nach einem wirklich außergewöhnlichen skandinavischen Produkt sucht, vielleicht noch kein Weihnachtsgeschenk habt, seid ihr bei Raunsborg richtig. Außerdem ist das Design der Verpackungen zu schön zum Wegwerfen. Zugeschnitten, in einem Bilderrahmen, machen sie richtig was daher. Eine breite Produktpalette habe ich natürlich beim Hersteller selbst, aber auch hier gefunden.

Einen hervorragenden Einblick in die dänische Pflege- und Kosmetikserie gibt euch Beautylicious Living. Besser kann man´s nicht beschreiben.

Auf ein wildes, üppig duftendes Weihnachten!

Lest auch meinen Artikel über den Vorweihnachtsbesuch in Kopenhagen!

Tivoli Winter Kopenhagen
Besonders schön im Winter: Tivoli Kopenhagen
Tivoli Kopenhagen Winter
Alle Fotos wie immer von Julclub

Unverhofft kommt oft – ein Hoch auf Mini-Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt Marmoutier

Für den inzwischen populären Weihnachtsmarkt in St. Quirin war Blitzeis angesagt. An einem dunklen, verregneten Sonntag durch noch dunklere Vogesenwälder kurven? Noch war Samstag und das Wetter hielt. Kurzentschlossen fuhren wir nach Marmoutier, einem pittoresken elsässischen Örtchen im Département Bas-Rhin mit romanisch-gotischer Basilika, die jedem Kunstgeschichte-Studierenden dies- und jenseits der Alpen ein Begriff ist. Wir parkten unseren Wagen, merkten erst jetzt, dass wir die Leine für unseren kleinen Dackel vergessen hatten. Er durfte in der warmen Jacke meines Mannes Platz nehmen. Auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt: Keine Menschenseele. Doch, aus einer Haustür wagten sich zwei vermummelte Gestalten mit Hund – und Leine – in die bittere Kälte um Richtung Marktplatz zu streben.

Der Weihnachtsmarkt entpuppte sich als eine Ansammlung von ungefähr 8 festlich beleuchteten Büdchen auf dem Vorplatz der Basilika. Kohlebecken spendeten Wärme. Ach ja, eine kleine, feine Galerie mit Kunstgewerbe hatte ebenfalls geöffnet. So ungefähr stelle ich mir die ersten Events dieser Art vor. Überschaubar. Nachdem ich mich ein Wochenende zuvor über den prunkvollen Straßburger Weihnachtsmarkt geschoben hatte, zusammen mit gefühlt 2 Millionen Kaufrauschigen, war dies, als hätte jemand die Uhr um mindestens hundert Jahre zurückgedreht. Ein Absturz in vorkapitalistische Zeit? Ein Komm-wir-drehen-um? Keineswegs! Denn siehe: „Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, musst du sie auch seh´n.

Weihnachtswunder Nr. 1: Der Glühwein war selbst gemacht, duftete nach Gewürzen und beinhaltete irgendeinen stimmungsaufhellenden Schnaps. Ob er denn schmecke, wurden wir gefragt, ob noch etwas fehle. Nein, alles super! Welch Wohltat nach Warteschlangen an Straßburger Glühwein-Ständen mit Undefinierbarem! Alles, damit einem beim Umdrehen der nächstbeste Passant im Weihnachtstaumel das sauer erkämpfte Heiß-Getränk aus der Hand schlägt.

Weihnachtswunder Nr. 2: Wir verweilten auf einer Bank sitzend, mit viel Bewegungsfreiheit an unserem Gewürzwein nippend. Auf den dazugehörigen Tisch hatte uns das Christkind eine Leine gelegt – in Gestalt eines kaputten Expanders. Ja, sowas… Danke!

Weihnachtswunder Nr. 3: Eine freundliche junge Dame nebst freundlichem Herrn tauchte auf. Die beiden berichteten überraschend, dass sie von hier stammten, er preisverdächtige Kaninchen züchte, es in Obersteigen eine ebenfalls freundliche Dame gäbe, die Interessantes über die dortige Klosterkapelle zu erzählen wisse, dass außerdem demnächst ein Konzert in der Basilika von Marmoutier stattfinde, bei dem die junge Dame mitsinge. Am 06. Januar 2020. Näheres folgt. Habe bisher noch nichts im Netz gefunden. Wenn ich´s mir recht überlege, könnte es sich bei den beiden um Nikolaus samt Christkind gehandelt haben…

Craftiges Bier

Weihnachtswunder Nr. 4: Crafts-Biere sind in. Dass wir hier eine exzellente Auswahl finden würden, gebraut von zwei „Brewer-Girls“ mit Geschmack, Sachverstand, Umweltbewusstsein und definitivem Hang zum Natürlichen… Wer hätte das gedacht? Mein Mann probierte ein fruchtiges, helles Erzeugnis der Brasserie Bat. Hätte gerne das Weihnachtsbock gekostet, aber einer muss ja fahren. Im nächsten Jahr werde wir die beiden in ihrer Brauerei zwecks Interviews besuchen und Genaueres probieren… äh berichten. Man beachte das Wortspiel: pro-bieren! Etymologisch wäre jetzt auch das geklärt.

Weihnachtswunder Nr. 5: Fand genau den richtigen Adventskranz für uns! Ein bisschen kitschig, irgendwie psychodelic, sehr französisch und vor allem selbstgemacht.

Merke: Auf Mini-Weihnachtsmärkten findest du Selbstgebasteltes, solides Handwerk, Gebäck, heimelige Beleuchtung, super alkoholische Getränke, Leinen, keine Hektik, kein Weihnachts-Pop-Gedudel, jedoch freundliche Menschen mit Ideen. Und das macht Weihnachten doch aus, oder? Nicht umsonst heißt es schließlich: „Morgen Kinder wird´s was geben!“. Was das sein wird? Wer weiß das schon so genau.

Weitere Weihnachtswunder findet ihr hier!

Liebe Grüße

Eure Stina

Superleckerer schwedischer „Sockerkaka“ mit Zimt und Kardamom

Schwedischer Sockerkaka ist ein Klassiker. Ein saftiger Rührkuchen, den man mit Beeren und Sahne serviert. Zimt und Kardamom würzen diese Variante genau richtig für Weihnachten. Als Dessert oder schnell gebackener Kuchen für die Kaffeetafel kaum zu toppen. Wie immer ist eine måttknippa, ein Bund mit Messlöffeln aus dem bekannten schwedischen Möbelhaus, zu empfehlen. Benutzt habe ich eine Kugelhopf-Form aus Silikon, ca. 22 cm, damit er richtig sockerkaksmässig wird. Die Sahnefüllung könnte ich in das Loch füllen. Tue ich aber nicht. Lieber gebe ich eine Klecks auf den Kuchenteller.

Diese Farbe sollte er haben.

Du brauchst:

Für die Kugelhopf-Form:

  • 1 EL Margarine
  • 2 EL gemahlene Haselnüsse oder Mandeln

Für den Teig:

  • 100 g Butter
  • 100 g Margarine
  • 1 ½ – 2 TL Zimt
  • 1 – 1 ½ TL Kardamom
  • 3 dl Zucker
  • 2 Eier
  • 1 ½ dl Milch
  • 4 dl Weizenmehl (= 240 g)
  • 2 TL Backpulver

Für die Fruchtsahne:

  • Preiselbeer- oder Mirabellengelee
  • 200 g Sahne
  • Wenn du hast: eine Handvoll frische Beeren oder Früchte entspr. des gewählten Gelees zum dekorativen Drumherum-Verteilen

So geht´s:

  • Ofen auf 175˚C vorheizen. 
  • Die Kugelhopf-Form mit Margarine ausbuttern, mit den gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln ausstreuen.

Teig:

  • In einem Topf Margarine und Butter schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
  • Zimt und Kardamom mit einem EL vom Zucker mischen. In die geschmolzene Butter und Margarine rühren.
  • Eier mit restlichem Zucker weißcremig rühren. Geschmolzene Butter und Margarine in die Milch rühren. Mehl mit Backpulver mischen und unter den Teig heben. Teig in die Form füllen. 
  • 40-45 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen.
  • Kuchen ca. 5 Minuten in der Form stehen lassen, bis er sich etwas vom Rand löst. Evtl. mit einem Plastikmesser vorsichtig nachhelfen und auf einen Rost stürzen und vollständig erkalten lassen.
  • Sahne aufschlagen (mit Sahnesteif wird´s fester)
  • Beeren- oder Obstgelee unterrühren. Nach Belieben mit ganzen Früchten garnieren.

Eine schöne Adresse für ausgefallene Backformen, und auch spezielle sockerkaksformar findet ihr hier.

Och nu på svenska:

Jättegod och lättbakad sockerkaka med kanel och kardemumma

Du behöver:

Till formen:

  • 1 msk margarin
  • 2 msk malda hasselnötter eller mandel

Till smeten:

  • 100 g smör
  • 100 g margarin
  • 1 ½ tsk kanel och 1 tsk kardamumma
  • 3 dl strösocker
  • 2 ägg
  • 1 1/2 dl mjölk
  • 4 dl vetemjöl (= 240 g)
  • 2 tsk bakpulver

Till servering:

200 g grädde

3 msk lingon- eller mirabellsylt och några bär till garnering

  • Gör så här:
  • Sätt ugnen på 175˚C. 
  • Smörj och bröa en kugelhopfform, diameter ca. 22 cm) med 2 msk malda hasselnötter eller mandel.
  • Smält margarin och smör i en gryta och låt svalna lite.
  • Blanda kanel och kardamumma med 1 msk av sockret. Blanda blandningen med det smälta smöret och margarinen.
  • Vispa ägg och resten av sockret poröst. Rör ner smör-margarin-blandningen i mjölken. Blanda mjölet med bakpulvret och vänd ner det i smeten. Häll smeten i formen. 
  • Grädda i nedre delen av ugnen i 40-45 minuter.
  • Låt kakan stå i formen ca 5 minuter så att kanten på formen lossas litegrann. 

Servera gärna kakan med vispad grädde som du blanda lingon- eller mirabellsylt i.

Smaklig måltid och en trevlig advent

Stina

Fin adress för former hittar du för övrigt här.