Original schwedische Kola-Muffins

Hier kommt wieder mal ein echt schwedisches Rezept. Diesmal nicht von Tante Maja, sondern eins, das meine Mutter vor Jahren mal aus einer soliden Hausfrauenzeitschrift ausgeschnitten hat. Aus welcher genau, kann man vor lauter Schokoklecksen nicht mehr erkennen. Die hat nicht meine Mutter sondern ich zu verantworten. Nur das man´s sagt. Jedenfalls werden sich alle „gottegrisar“, alle Schleckermäuler, freuen.

Ein wenig Zeit braucht man schon um sie zuzubereiten, die schokoladigen Muffins mit dem dicken Cremehäubchen. Aber eigentlich ist es nur das Schmelzen der Butter bzw. Margarine, das etwas aufwendig ist. Um ein bisschen anzugeben (Warum sehen meine Torten immer anders aus, als die Kunstwerke in diversen Backbüchern?) kommen die kleinen Verführer gerade recht. Aber Achtung: Schwedens lieben es extra süß. Sollte das für eure Gaumen zu heftig sein, so nehmt einfach etwas weniger Topping pro Muffin. Oder ihr tut weniger Zucker in die Creme. Doch wenn ihr das ultimative Creme-Erlebnis wagt, die Muffins ein, zwei Tage im Kühlschrank stehen lasst, durchdringt die Schokolade gleichsam den Teig und, voilà, ihr habt die größte Praline der Welt! Trinkt ihr Kaffee oder Tee dazu, solltet ihr diesen nicht mehr süßen. Denn was zu viel ist, ist zu viel.

„Gottegrisar“ sind eigentlich, ja, hm, Schnabulierschweinchen. Aber bevor man das gesagt hat, mopst einem vielleicht schon jemand den letzten Muffin vor der Nase weg.

Die Creme schmeckt übrigens auch super gut in einem Rührkuchen, den ihr in zwei Hälften schneidet, dann die unterste sowie die oberste mit Creme bestreicht. So ist es pro Stück auch nicht mehr so üppig.

Kola hat übrigens nichts mit Coca Cola zu tun. Es ist ursprünglich eine Süßigkeit aus Butter, Zucker, Kakao, Sahne oder Sirup, die unbedingt zum schwedischen Weihnachtsfest gehört und wie kleine Pralinés angeboten wird.

Und jetzt: Upp och hoppa! Frisch ans Werk! Für die dl-Maßangabe besorgt ihr euch am besten den praktischen Messlöffel-Bund, die måttknippa, des bekannten schwedischen Möbelherstellers.

Der Teig (für 12 Muffins):

  • 100 g Butter
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2 ½ dl Puderzucker
  • 1 ½ dl Weizenmehl
  • 4 EL Kakao zum Backen
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise Salz

Die Füllung:

  • 50 g Margarine
  • 1 ½ EL Mehl

1 – 1 ½ dl Zucker

  • 1 ½ EL Kakao zum Backen
  • ¾ dl Milch
  • 1 dl Sahne
  • 1 Schuss Amaretto oder etwas anderes Hochprozentiges

Und so geht´s:

Teig: Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eier und Zucker in einer Rührschüssel zu einer dicken Creme schlagen. Geschmolzene Butter langsam unter Rühren zufügen.

Mehl, Kakao, Vanillezucker, Zimt, Kardamom und Salz in einer Rührschüssel mischen. Alles über die Ei-Zucker-Butter-Masse geben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Ofen auf 175 °C, Umluft, vorheizen.

Teig in die Muffinsformen verteilen. Alternativ mit Papierförmchen auskleiden und dann einfüllen.

Auf zweitunterster Schiene ca. 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

Datti im Kola-Himmel

In der Zwischenzeit einen Kaffee oder Tee trinken, oder sich anderweitig vergnügen.

Als Model hat sich diesmal Datti, zur Verfügung gestellt. Sie ist die Schwägerin der dänischen Designikone Kay Bojesen. Datti trägt einen schicken Norweger-Pullover in Retro-Rot samt keckem Zipfelmützchen. Bevor sie in den Winterurlaub zu ihrem Mann Boje aufbricht, wollte sie nochmal auf ihren flotten Skiern vorbeikommen. Danke Datti! Und schöne Ferien!

Toppingcreme: Margarine in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl, Zucker und Kakaopulver unter ständigem Rühren hinzufügen. Milch, Sahne und Amaretto hinzufügen. Weiterrühren und dabei sachte die Temperatur erhöhen, sodass die Masse zu kochen beginnt und dicker wird. Das geht relativ schnell. Nach 1 – 2 Minuten Topf vom Herd nehmen. Etwas abkühlen lassen (Masse wir immer dicker!). Über den Muffins verstreichen und genießen.

Wartet nicht zu lange, bis ihr die Creme über den Muffins verteilt. Dann wird das Topping sehr ebenmäßig und schön glänzend. Ich habe dazwischen noch Wäsche aufgehängt, die Wohnung aufgeräumt, meinem Hund Bällchen geworfen, was im PC nachgesehen, tja, und dann wurden sie eben nicht ganz so perfekt…

Die Muffins heben sich übrigens im Kühlschrank recht lange auf. Der Weltrekord liegt bei 7 Tagen. Man kann sie also auch als Single backen und dann jeden Tag eins verschnabulieren.

Backt´s mal nach

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